Mein Ansatz

Mein Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass Heilung ein kollektiver, intersektionaler und zutiefst körperlicher Prozess ist. Ich würdige die Weisheit, die in unseren Körpern steckt, und schaffe Räume, in denen alle Körper und Identitäten willkommen sind und wertgeschätzt werden. Gemeinsam erkunden wir Bewegung, Präsenz und Geschichten auf eine Weise, die sich gegen unterdrückerische Systeme wendet

Ausruhen ist Widerstand

In einer Welt, die ständiges Tun verherrlicht, ist Ausruhen ein radikaler Akt. Ruhe widersetzt sich kolonialen Rhythmen der Ausbeutung. Sie lehnt die Forderung ab, etwas zu produzieren, Leistung zu erbringen oder über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Sich auszuruhen bedeutet, den eigenen Körper aus Systemen zurückzugewinnen, die ihn als Ressource behandeln. Es ist ein Akt der Verweigerung – eine Erinnerung an den eigenen innewohnenden Wert.

Heilung ist ein kollektiver Prozess

Ich bin davon überzeugt, dass persönliche Heilung und kollektive Befreiung untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn ich mich um meinen eigenen Körper und meine eigene Geschichte kümmere, schaffe ich Raum dafür, dass andere dasselbe tun können. Wenn wir uns gegen Scham wehren und Authentizität leben, untergraben wir die Systeme, die von Entfremdung profitieren. Wir verlernen gemeinsam.

Wir verlernen

Ich setze mich dafür ein, Ableismus, Perfektionismus, koloniale Wertvorstellungen und den Mythos, dass Heilung linear verläuft, zu verlernen. Ich widersetze mich der Entfremdung, die der Kapitalismus hervorbringt – jener Entfremdung, die uns von unserem Körper und voneinander fernhält. Ich verlerne den Mythos der Unabhängigkeit und das Schweigen, das Unterdrückung schützt. Verlernen ist nicht angenehm – aber es ist ein Weg zur Freiheit.

Was uns die Disability Justice lehrt

Kein Mensch ist entbehrlich. Barrierefreiheit ist keine Wohltätigkeit – sie ist Solidarität. Ich träume von einer Welt, in der jeder das hat, was er braucht, um sich zu entfalten, und in der gegenseitige Abhängigkeit gefeiert statt verpönt wird. Dieser Raum ist für euch alle da, in all eurer Vielfalt an Fähigkeiten, Identitäten und Erfahrungen.

Dies ist ein Ort für deine ganze Persönlichkeit

Hier gibt es keinen Druck, „die Fassung zu bewahren“. Du musst die Seiten von dir, die chaotisch, wütend, traurig oder unsicher sind, nicht verstecken. Du bist in deiner ganzen Fülle willkommen. Ich glaube daran, alles zu hinterfragen und Räume zu schaffen, in denen du dein authentisches Selbst erkunden kannst, ohne Angst vor Urteilen oder Scham. Räume, in denen Geschichten gewürdigt werden, der Weisheit des Körpers vertraut wird und Heilung nicht aus Kontrolle, sondern aus Verbundenheit entsteht.

Das Persönliche ist politisch

Jede Geste der Fürsorge, jede Grenze, jede Weigerung, Perfektion vorzugeben, ist politisch. Unsere Körper sind nicht von der Welt getrennt; sie sind lebendige Archive von Kultur, Macht und Geschichte. Mit dem eigenen Körper verbunden zu sein bedeutet, das zurückzugewinnen, was die Gesellschaft einem genommen hat – das Recht, zu fühlen, sich auszuruhen und voll und ganz zu existieren.

Körper lügen nicht

Unsere Körper bergen Wahrheiten, die Worte nicht immer vermitteln können. Sie erinnern sich an das, was unser Verstand manchmal nicht kann, drücken es aus und lassen es los. Dem Körper zuzuhören ist ein Akt des Respekts und eine Rückkehr zu der Weisheit, die schon immer in uns gelebt hat – einer Weisheit, die von unseren Vorfahren, unseren Gemeinschaften und dem Land, aus dem wir stammen, geprägt wurde.

Man kann beides sein

Für mich sind Zärtlichkeit und Verletzlichkeit mutige Zeichen von Stärke. Man kann gleichzeitig sanft und mutig sein. Diese Eigenschaften sind für Veränderung und Heilung unverzichtbar. Unsere Gesellschaft versucht mit aller Kraft, uns in Schubladen zu stecken und in Gegensätze zu unterteilen. Aber man kann beides sein

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Nimm dir einen Moment:
Spüre deine Füße auf dem Boden.
Lass deinen Kiefer los.
Was nimmst du wahr?